Asustor Lockerstor Gen2+ Test: Solide Hardware trifft auf enttäuschende Software
Das Asustor Lockerstor Gen2+ kommt 2026 auf den Markt und verspricht mit 5G-Netzwerk und vier M.2-Slots moderne Konnektivität. Aber reicht das, um den Preis von knapp 686 Euro zu rechtfertigen? Spoiler: Nicht wirklich.
SCHNELLÜBERSICHT
| Spezifikation | Details |
|---|---|
| CPU | Intel Celeron N5095 (4 Kerne) |
| RAM | 4 GB DDR4 (erweiterbar auf 8 GB) |
| Laufwerksschächte | 4x 3.5"/2.5" SATA |
| M.2-Slots | 4 Slots |
| Netzwerk | 2x 5GbE |
| 10GbE-Option | Ja (via PCIe) |
| Betriebssystem | ADM 4.x |
| Lautstärke | 25 dB |
| Plex 4K | Nein |
| Preis | ca. 685,90 € |
Gesamtnote: 6.9/10 Empfehlung: Bedingt empfehlenswert — die Hardware ist okay, aber Software und Preis stimmen nicht.
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Für wen lohnt sich das Asustor Lockerstor Gen2+?
Ich sage es direkt: Für die meisten nicht. Das Lockerstor Gen2+ richtet sich theoretisch an Heimanwender und kleine Büros die eine erweiterbare NAS suchen. Die vier M.2-Slots und das 5G-Netzwerk klingen verlockend — aber in der Praxis zahlst du fast 700 Euro für Hardware die 2026 bereits veraltet ist und Software die seit Jahren hinter Synology und QNAP hinterherhinkt.
Wenn du unbedingt vier M.2-Slots brauchst und mit Asustors langsamem Software-Support leben kannst, könnte das Gerät passen. Für alle anderen gibt es bessere Alternativen für weniger Geld. Die Zielgruppe ist eng: Technik-Enthusiasten die genau diese Hardware-Kombination wollen und keine Probleme damit haben ADM zu nutzen — ein Betriebssystem das funktioniert aber keine Freude macht.
Design & Verarbeitung
Das Metallgehäuse sieht solide aus und hilft bei der Kühlung — das ist das Positive. Die Verarbeitung ist ordentlich, nichts knarzt oder wirkt billig. Asustor hat hier keine Abstriche gemacht.
Aber: Die Laufwerke sind nicht Hot-Swap-fähig. Das bedeutet, du musst das Gerät herunterfahren wenn du eine Festplatte tauschen willst. In dieser Preisklasse ist das 2026 ein Witz. Selbst günstigere NAS-Systeme bieten Hot-Swap mittlerweile standardmäßig. Die Lüfter halten sich mit 25 dB im Rahmen — das Gerät ist nicht flüsterleise aber auch nicht störend laut wenn es im Arbeitszimmer steht.
Hardware im Detail
Der Intel Celeron N5095 ist ein Vierkern-Prozessor der 2021 vorgestellt wurde. 2026 ist das veraltet. Er schafft grundlegende NAS-Aufgaben problemlos — Dateifreigaben, Backups, Docker-Container laufen. Aber für anspruchsvolle Aufgaben wie 4K-Plex-Transcoding reicht es nicht. Die Hardware-Beschleunigung ist zu schwach.
Die 4 GB RAM sind für ein Gerät dieser Preisklasse knapp. Du kannst auf 8 GB aufrüsten — musst aber selbst Hand anlegen und Geld investieren. Viele Konkurrenten liefern 8 GB ab Werk. Die vier M.2-Slots sind das eigentliche Highlight — du kannst damit entweder einen Cache-Pool aufbauen oder sogar komplett auf SSDs setzen. Das ist praktisch wenn du viele kleine Dateien bearbeitest oder virtuelle Maschinen laufen lässt.
Die zwei 5GbE-Ports sind zukunftssicher — aber nur wenn dein Netzwerk 5G unterstützt. Die meisten Heimnetzwerke nutzen noch Gigabit. Der PCIe-Slot lässt sich für eine 10GbE-Karte nutzen — gut für Profis die wirklich Bandbreite brauchen. Aber auch hier gilt: Die Zielgruppe ist klein und der Aufpreis hoch.
Software & Betriebssystem
Hier wird es schmerzhaft. ADM 4.x ist funktional — mehr aber auch nicht. Es macht was es soll: Dateifreigaben einrichten, Apps installieren, Benutzer verwalten. Aber im Vergleich zu Synologys DSM wirkt ADM wie aus der Zeit gefallen. Die Oberfläche ist weniger intuitiv, Updates kommen langsam und neue Features lassen oft Monate auf sich warten.
Docker und virtuelle Maschinen werden unterstützt — das ist gut. Aber die App-Auswahl ist kleiner als bei Synology und die Dokumentation lückenhaft. Für Anfänger ist ADM frustrierend. Es fehlt an den kleinen Dingen die das Leben leichter machen: Assistenten die wirklich helfen, durchdachte Workflows, schnelle Reaktionszeiten.
Asustor hat ein Software-Problem und das seit Jahren. Updates beheben Bugs langsam, neue Features hinken der Konkurrenz hinterher. Die Community ist kleiner, Foren sind weniger aktiv. Wenn du Hilfe brauchst, wirst du öfter allein gelassen. Das ist für ein 686-Euro-Gerät inakzeptabel.
Performance
Die Lese- und Schreibgeschwindigkeiten liegen im erwartbaren Bereich für diese Hardware — keine offiziellen Zahlen aber in der Praxis erreichst du über Gigabit-Netzwerk die üblichen 110-115 MB/s. Mit 5GbE kannst du mehr herausholen, aber nur wenn deine Festplatten mitspielen. Mit SSDs in den M.2-Slots wird es interessant — aber dann wird das System noch teurer.
Für alltägliche Aufgaben ist die Performance ausreichend. Dateifreigaben, Backups, Medienstreaming ohne Transcoding — alles läuft. Aber sobald du Plex mit 4K-Material fütterst, geht dem N5095 die Puste aus. Die CPU schafft kein Hardware-Transcoding in 4K. Für ein Multimedia-NAS ist das ein K.O.-Kriterium.
Docker-Container laufen okay, mehrere gleichzeitig sind kein Problem. Virtuelle Maschinen sind möglich aber mit 4 GB RAM eng. Hier zeigt sich: Das Lockerstor Gen2+ ist ein Allrounder ohne echte Stärke. Es kann vieles ein bisschen, nichts richtig gut.
Fazit: Kaufen oder nicht?
Nicht kaufen — zumindest nicht zum aktuellen Preis. Das Asustor Lockerstor Gen2+ hat gute Hardware-Features wie vier M.2-Slots und 5G-Netzwerk. Aber die veraltete CPU, die schwache Software und vor allem der Preis machen es schwer zu empfehlen.
Für 686 Euro bekommst du 2026 deutlich bessere Alternativen. Synology bietet mit der DS923+ vergleichbare Hardware, bessere Software und eine größere Community für weniger Geld. QNAP liefert mit der TS-464 mehr RAM und schnelleren Support. Asustor hat hier ein Gerät gebaut das technisch okay ist — aber im Gesamtpaket nicht überzeugt.
Das eigentliche Problem: Die Software. ADM fühlt sich 2026 veraltet an. Updates kommen langsam, die Bedienung ist umständlich und für Anfänger ist es keine gute Wahl. Wenn du bereits Asustor-Nutzer bist und das Ökosystem kennst, könnte das Gen2+ ein Upgrade sein. Für alle anderen gibt es bessere Optionen.
Ich würde das Lockerstor Gen2+ nur empfehlen wenn du genau diese Hardware-Kombination brauchst und bereit bist mit ADM zu leben. Für 99% der Nutzer ist ein Synology oder QNAP-Gerät die bessere Wahl. Die zusätzlichen 100-200 Euro Aufpreis gegenüber vergleichbaren Modellen rechtfertigt Asustor nicht.
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Alternativen zum Asustor Lockerstor Gen2+
Synology DS923+ — Die bessere Wahl für die meisten. Vier Schächte, mehr RAM ab Werk, deutlich bessere Software. Kostet ähnlich viel, bietet aber ein rundum besseres Paket. Zum Test der DS923+
QNAP TS-464 — Mehr Performance für ähnliches Geld. Der N5105-Prozessor ist etwas schneller, die Software ist besser als ADM und die Erweiterbarkeit stimmt. Für Power-User die mehr wollen.
Terra-Master F4-424 Pro — Die Budget-Alternative. Kostet 200 Euro weniger, hat ähnliche Hardware und ist für Einsteiger einfacher zu bedienen. Wenn du kein Geld verschwenden willst, schau dir dieses Gerät an.
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