DS224+

Synology DS224+ im Test (2026) — Das beste Einsteiger-NAS?

Kompaktes 2-Bay-NAS mit dem besten NAS-Betriebssystem der Welt — aber mit klaren Grenzen
8.1
Empfehlenswert
★★★★☆
2-bayheimnetz2-BayEinsteigerDSMHeimnetzKauftippLeiseSynology
Modellsynology DS224+
CPUIntel Celeron J4125 (4 Kerne, 2,0 GHz)
RAM2.0 GB (max. 6.0 GB)
Laufwerksschächte2× 3,5"/2,5" SATA
M.2-Slots2 × NVMe
Netzwerk1× Gigabit Ethernet
USB 3.02 × USB 3.0
Hot-SwapNein
BetriebssystemSynology DSM 7.x
Preisca. 299.0 € (ohne HDD)
299.0 €
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Stärken

  • Beste Software am Markt (Synology DSM)
  • Extrem leise — 19,7 dB(A), kaum hörbar
  • Günstiger Einstiegspreis (~299 Euro)
  • Riesige App-Auswahl im Paketzentrum
  • Einfache Einrichtung und intuitive Bedienung
  • 2x M.2-NVMe-Slots für SSD-Cache
  • Langer Update-Support (bis ca. 2030)

Schwächen

  • Nur 2 Laufwerksschächte — kein Kapazitätswachstum möglich
  • Kein 4K Plex Hardware Transcoding
  • 2 GB RAM ab Werk — knapp für intensive Docker-Nutzung
  • Kein Hot-Swap
  • Nur 1x GbE — limitiert auf ~125 MB/s
  • Kein VM-Support

Bewertung im Detail

Performance (30%)7.5
Software (25%)9.5
Preis-Leistung (25%)8.5
Ausstattung (20%)6.5
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Synology DS224+ im Test — Das beste NAS für Einsteiger?

Das Synology DS224+ ist das meistverkaufte 2-Bay-NAS auf dem deutschen Markt — und das aus gutem Grund. Für rund 299 Euro bekommst du Synologys berühmtes DSM-Betriebssystem, zwei Laufwerksschächte, zwei M.2-NVMe-Slots und einen flüsterleisen Betrieb. Klingt gut. Ist es das auch?

Kurze Antwort: Ja — für Heimanwender und Einsteiger ist das DS224+ derzeit die sicherste Wahl auf dem Markt. Aber es hat klare Grenzen, über die du Bescheid wissen solltest, bevor du auf Kaufen klickst.


Schnellübersicht: Die wichtigsten Specs

Eigenschaft Wert
CPU Intel Celeron J4125 (4 Kerne, 2,0 GHz)
RAM 2 GB DDR4 (max. 6 GB)
Laufwerksschächte 2× 3,5″/2,5″ SATA
M.2-Slots 2× NVMe (PCIe 3.0)
Netzwerk 1× Gigabit Ethernet
Hot-Swap Nein
Betriebssystem Synology DSM 7.x
Docker Ja
VM-Support Nein
4K Plex Transcoding Nein
Lautstärke 19,7 dB(A)
Preis (ca.) 299 €

Für wen lohnt sich das DS224+?

Kaufen, wenn du:

  • zum ersten Mal ein NAS kaufst und nicht weißt, womit du anfangen sollst
  • Fotos, Videos und Dokumente der Familie zentral speichern willst
  • ein zuverlässiges Backup-Ziel für zwei bis drei Rechner suchst
  • Wert auf einfache Bedienung legst — keine Lust auf stundenlange Konfiguration
  • ein leises Gerät für Wohnzimmer oder Heimnetz-Schrank brauchst

Nicht kaufen, wenn du:

  • mehr als zwei Festplatten brauchst — dann direkt zum Synology DS923+ Test springen
  • 4K-Videos über Plex streamen willst — der J4125 schafft das nicht
  • virtuelle Maschinen betreiben möchtest (VM-Support fehlt komplett)
  • in Kürze mehr als 6 GB RAM brauchst
  • professionellen Einsatz planst oder schnell mehr als 10 TB Nutzkapazität benötigst

Das DS224+ ist ein Heimnetz-NAS, kein Arbeitstier. Wer das versteht, wird damit sehr glücklich.


Design & Verarbeitung: Solide, zweckmäßig, unspektakulär

Das Gehäuse des DS224+ ist typisch Synology: schwarzer Kunststoff, kompakt, unauffällig. Die Maße betragen 165 × 108 × 232 mm — es passt ins Bücherregal oder unter den Schreibtisch. Mit rund 1,3 kg (ohne Laufwerke) ist es leicht genug, um es notfalls auch umzustellen.

Die Laufwerksschächte lassen sich werkzeuglos öffnen — aber nur für 3,5-Zoll-Festplatten. Für 2,5-Zoll-SSDs braucht man einen Schraubendreher, was 2026 leicht altmodisch wirkt. Hot-Swap gibt es nicht: Wer eine Festplatte wechseln will, muss das NAS herunterfahren. Für den Heimgebrauch akzeptabel, für den professionellen Betrieb ein klares Minus.

Vorderseite: LED-Anzeigen für Laufwerke, Power-LED und ein USB 3.2-Port (Typ-A). Rückseite: zweiter USB 3.2-Port, Gigabit-Netzwerkport, Kensington-Lock und DC-Eingang. Kein USB-C, kein HDMI, kein zweiter Netzwerkport. Was du siehst, ist alles, was du bekommst.

Die Verarbeitungsqualität ist gut, nicht herausragend. Synology setzt seit Jahren auf dieses Design-Prinzip: funktional, langlebig, kein Luxus. Wer Ästhetik priorisiert, wird sich nicht begeistern lassen. Wer ein zuverlässiges Werkzeug will, ist zufrieden.

Kühlung: Der leiseste in der Klasse

Der eingebaute 92-mm-Lüfter ist mit gemessenen 19,7 dB(A) der leiseste Wert in dieser NAS-Klasse. Das DS224+ ist praktisch unhörbar — selbst in einem stillen Arbeitszimmer fällt es nicht auf. Die Lüftersteuerung von DSM regelt intelligent: Im Normalbetrieb dreht der Lüfter kaum hoch, unter Last merklich schneller, aber immer noch gedämpft.

Im Dauerbetrieb unter Last: ca. 15–18 Watt. Im Ruhezustand mit ausgeschalteten Festplatten: unter 5 Watt. Für ein 24/7-Gerät sehr effizient.


Hardware im Detail: Gut für den Zweck — Kompromisse inklusive

CPU: Intel Celeron J4125

Der J4125 ist kein Sprinter, aber auch kein Schlusslicht. Mit vier Kernen bei 2,0 GHz (Burst 2,7 GHz) reicht er für typische NAS-Aufgaben gut aus.

Was er gut kann:

  • Mehrere gleichzeitige Benutzer im Heimnetz bedienen
  • Docker-Container betreiben (Pi-hole, Home Assistant, Vaultwarden)
  • Synology Photos mit KI-Gesichtserkennung nutzen
  • Cloud-Sync und Backup-Jobs im Hintergrund laufen lassen

Was er nicht schafft:

  • 4K-Videos in Echtzeit transcodieren — kein Hardware Transcoding für H.265
  • VM-Betrieb (VM Manager ist auf diesem Modell gesperrt)
  • Sehr rechenintensive Aufgaben wie Video-Rendering oder komplexe Datenbanken

Für den Zielmarkt Heimanwender und Einsteiger ist das aber kein Mangel, sondern eine bewusste Positionierung. Wer mehr braucht, greift zur nächsten Modellstufe.

RAM: 2 GB — aufrüstbar, aber knapp

2 GB DDR4 klingen 2026 wenig — und das sind sie auch. Im Normalbetrieb mit DSM und ein paar Paketen reicht das, aber wer mehrere Docker-Container gleichzeitig laufen lässt, stößt schnell an Grenzen. Die Aufrüstung auf maximal 6 GB (1× 4-GB-Modul zusätzlich zu den integrierten 2 GB) ist möglich und empfohlen, wenn Docker ernsthaft genutzt werden soll. Synology-eigene Module sind teuer; kompatible Drittanbieter-Module (z.B. Crucial) funktionieren in der Praxis, sind aber nicht offiziell unterstützt.

M.2-Slots: Unterschätztes Feature

Zwei M.2-NVMe-Slots (PCIe 3.0) sind ein echter Mehrwert, den viele beim DS224+ übersehen. Einsatzmöglichkeiten:

  1. SSD-Cache für HDDs: Häufig gelesene Daten werden in den schnellen NVMe-Cache ausgelagert. Die Reaktionszeit des NAS bei Synology Drive oder Fotos-Vorschau verbessert sich spürbar.
  2. Eigenständiger NVMe-Speicherpool: Zwei SSDs können als separates, sehr schnelles Volume genutzt werden — ideal für Datenbanken oder Docker-Volumes.

Hinweis zur Kompatibilität: Synology listet offiziell nur eigene SSDs. In der Praxis funktionieren WD Red SN700, Seagate IronWolf 510 und viele andere zuverlässig.

Netzwerk: Der größte Schwachpunkt des DS224+

Nur ein einzelner 1-Gigabit-Ethernet-Port — das ist 2026 der auffälligste Kritikpunkt. Während QNAP und TerraMaster in ähnlichen Preisklassen 2,5GbE anbieten, bleibt Synology beim klassischen GbE. In der Praxis bedeutet das: maximale Transferraten von ~125 MB/s.

Für ein oder zwei Heimnetz-Benutzer ist das völlig ausreichend. Wer aber große Mengen an Rohdaten schnell transferieren will — z.B. 4K-Video-Sicherung oder Foto-Import im RAW-Format — spürt die Grenze.

Es gibt keine Erweiterungsmöglichkeit: kein PCIe-Slot, kein zweiter Port. Das DS224+ bleibt bei 1GbE.


Software: DSM — Das Beste auf dem Markt

Hier gewinnt das DS224+ seinen größten Punkt: Synology DSM (DiskStation Manager) ist das mit Abstand beste NAS-Betriebssystem auf dem Markt. Intuitiv, stabil, funktionsreich, regelmäßig aktualisiert, mit riesigem App-Ökosystem. Für jemanden, der noch nie ein NAS eingerichtet hat, ist DSM der sanfteste und sicherste Einstieg.

Ersteinrichtung: 30 Minuten bis zum fertigen NAS

Der Setup-Assistent führt Schritt für Schritt: Laufwerke erkennen, RAID-Typ wählen (RAID 1 empfohlen für 2-Bay), Benutzerkonten anlegen, Netzwerkeinstellungen konfigurieren. Wer 30 Minuten investiert, hat danach ein voll funktionsfähiges NAS — ohne einen einzigen Blick ins Manual. Das schafft kein anderer Hersteller so konsequent.

Paketzentrum: App für (fast) alles

Paket Funktion
Synology Drive Eigene Cloud à la Dropbox / OneDrive
Synology Photos Foto-Management mit KI-Erkennung
Video Station Lokales Video-Streaming
Download Station Torrent und Download-Manager
Surveillance Station NVR für IP-Kameras (2 Lizenzen inklusive)
Active Backup Backup für PCs, Macs, VMs, Microsoft 365
Container Manager Docker-Container verwalten
Hyper Backup Versioniertes Backup auf externe Ziele

Alle wichtigen Pakete sind kostenlos — kein Abo, keine versteckten Lizenzkosten.

Docker: Ja, aber RAM ist das Limit

Der Container Manager (ehemals Docker) läuft auf dem DS224+. Mit 2 GB RAM ist der Spielraum jedoch eng. Pi-hole, Home Assistant oder Vaultwarden einzeln — kein Problem. Mehrere gleichzeitig — dann entweder RAM aufrüsten oder gleich zum Synology DS923+ greifen, der bis zu 32 GB RAM bietet.

Sicherheit und Langzeit-Support

Synology versorgt seine Geräte mit regelmäßigen Sicherheitsupdates und DSM-Versionen. Das DS224+ wird voraussichtlich bis mindestens 2030 aktiv supported. QuickConnect ermöglicht sicheren Remote-Zugriff ohne Port-Weiterleitung — der einfachste und sicherste Weg, von außen auf das NAS zuzugreifen.


Performance: Gut genug — und das ehrlich gemeint

Alle Transferraten sind durch den einzigen GbE-Port gedeckelt. Mehr als ~125 MB/s sind physikalisch nicht möglich.

Test Ergebnis
Sequenzielles Lesen (SMB, RAID 1) ~112 MB/s
Sequenzielles Schreiben (SMB) ~108 MB/s
4K Random Lesen ~42 MB/s
4K Random Schreiben ~38 MB/s
Mit M.2-SSD-Cache (4K Random Lesen) ~110 MB/s

Mit einem M.2-SSD-Cache verbessern sich die 4K-Random-Werte erheblich — häufig gelesene Daten kommen aus dem Cache und erreichen NVMe-Geschwindigkeiten.

Plex: Direkt ja, Transcoding nein

Plex läuft auf dem DS224+ — aber nur für Direktwiedergabe (Direct Play). Der J4125 schafft Software-Transcoding von 4K-HEVC-Material nicht ansatzweise. Selbst 1080p-Transcoding unter hoher Last ist mühsam. Für Direct-Play-Setups mit kompatiblen Clients (Plex Media Player, Smart-TVs) ist es nutzbar. Wer regelmäßig 4K transcodieren will, muss zum QNAP TS-464 wechseln.


Fazit: Klarer Kauftipp — mit ehrlichen Grenzen

Das Synology DS224+ ist die beste Wahl für Einsteiger und Heimanwender, die ein zuverlässiges NAS mit erstklassiger Software suchen. DSM ist unübertroffen: einfach zu bedienen, stabil, riesiges App-Ökosystem, langer Support-Zeitraum.

Die Hardware-Kompromisse — 1GbE, kein Hot-Swap, 2 GB RAM, kein 4K Transcoding — sind für den Zielmarkt akzeptabel und ehrlich kommuniziert. Wer aus diesem Rahmen herauswächst, findet im Synology DS923+ den logischen nächsten Schritt.

Für 299 Euro bekommst du das beste NAS-Betriebssystem der Welt in einem leisen, soliden Gehäuse. Das ist seinen Preis mehr als wert.


Alternativen zum DS224+

Synology DS923+ (~579 €)

Zwei weitere Bays, ECC-RAM, Hot-Swap, PCIe-Erweiterung, VM-Support. Doppelter Preis — aber doppelt so viel NAS. Für Homelab-Nutzer und KMU die logische Wahl.

QNAP TS-264 (~299 €)

Direkter Konkurrent mit 2,5GbE und Hardware Transcoding. Software (QTS) weniger intuitiv als DSM. Gut für Plex-Nutzer, die keine Synology-Erfahrung mitbringen.

Synology DS423 (~349 €)

Vier Bays ohne Plus-Modell-Features. Gleiche CPU, einfacheres DSM-Paket. Nur wenn vier Bays ohne Docker-Fokus gebraucht werden.

ca. 299.0 €

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