DS923+

Synology DS923+ im Test (2026) — Testsieger 4-Bay-NAS

AMD Ryzen, ECC-RAM und PCIe: Der beste Allrounder für Heimlabor und KMU
8.3
Empfehlenswert
★★★★☆
4-bayhomelab4-BayHomelabECC-RAMDSMDockerVMTestsiegerKauftippKMUSynology
Modellsynology DS923+
CPUAMD Ryzen R1600 (2 Kerne, 2,6-3,1 GHz)
RAM4.0 GB (max. 32.0 GB)
Laufwerksschächte4× 3,5"/2,5" SATA
M.2-Slots2 × NVMe
Netzwerk2× GbE + PCIe-Slot (10GbE nachrüstbar)
PCIe-Erweiterung1 × PCIe
USB 3.03 × USB 3.0
Hot-SwapJa
BetriebssystemSynology DSM 7.x
Preisca. 579.0 € (ohne HDD)
579.0 €
🛒 Jetzt auf Amazon ansehen
* Amazon-Partner · Preis kann variieren

Stärken

  • ECC-RAM — maximale Datensicherheit
  • Hot-Swap — Laufwerkswechsel ohne Downtime
  • PCIe-Slot: 10GbE nachrüstbar
  • Beste Software am Markt (DSM)
  • Docker und VM-Support
  • Bis zu 32 GB RAM erweiterbar
  • 3 Jahre Garantie
  • Langfristiger Software-Support

Schwächen

  • Kein iGPU — kein 4K Plex Hardware Transcoding
  • Hoher Preis (~579 Euro)
  • Nur 2 physische CPU-Kerne
  • Kein 2,5GbE — nur 1GbE ohne PCIe-Karte
  • AMD-Plattform: vereinzelte App-Inkompatibilitäten möglich

Bewertung im Detail

Performance (30%)8.0
Software (25%)9.5
Preis-Leistung (25%)7.5
Ausstattung (20%)8.0
Synology DS923+ im Test (2026) — Testsieger 4-Bay-NASSynology DS923+ im Test (2026) — Testsieger 4-Bay-NAS

Synology DS923+ im Test — Testsieger 4-Bay 2026

Das Synology DS923+ ist das meistdiskutierte Mittelklasse-NAS der letzten zwei Jahre — und das aus gutem Grund. AMD Ryzen R1600, ECC-RAM, Hot-Swap, PCIe-Erweiterbarkeit und das unschlagbare DSM-Betriebssystem: Auf dem Papier ist das ein Alleskönner. In der Praxis: fast. Es gibt einen Haken.

Für 579 Euro bekommst du ein ernstzunehmendes NAS, das sowohl anspruchsvolle Heimanwender als auch kleine Unternehmen zufriedenstellt. Ob es diesen Preis verdient, klären wir hier — ohne Schönreden.


Schnellübersicht

Eigenschaft Wert
CPU AMD Ryzen R1600 (2 Kerne, 2,6–3,1 GHz)
RAM 4 GB DDR4 ECC (max. 32 GB)
Laufwerksschächte 4× 3,5″/2,5″ SATA
M.2-Slots 2× NVMe (PCIe 3.0)
Netzwerk 2× GbE + PCIe (10GbE nachrüstbar)
Hot-Swap Ja
Betriebssystem Synology DSM 7.x
Docker Ja
VM-Support Ja
4K Plex Transcoding Nein (kein iGPU)
Lautstärke 26,4 dB(A)
Garantie 3 Jahre
Preis (ca.) 579 €

Für wen ist das DS923+?

Kaufen, wenn du:

  • vier Laufwerke und RAID 5 / RAID 6 / SHR2 betreiben willst
  • ECC-RAM für maximale Datensicherheit brauchst
  • Docker und virtuelle Maschinen parallel nutzen möchtest
  • das Netzwerk später auf 10GbE aufrüsten willst (PCIe-Slot!)
  • Hot-Swap für Laufwerkswechsel ohne Downtime benötigst
  • auf Synology DSM als bevorzugtes Betriebssystem setzt

Nicht kaufen, wenn du:

  • primär 4K Plex Transcoding betreiben willst — kein iGPU vorhanden. Dann: QNAP TS-464
  • nur zwei Bays brauchst — dann ist der DS224+ günstiger und ausreichend
  • ein Budget unter 450 Euro hast
  • wenig Erfahrung mit NAS hast und einfachsten Einstieg suchst

Design & Verarbeitung: Klassisch, robust, ohne Überraschungen

Das DS923+ ist merklich massiver als das DS224+: 166 × 199 × 223 mm, rund 2,24 kg ohne Laufwerke. Das schwarze Kunststoffgehäuse wirkt robust. Keine unnötigen Design-Spielereien — Synology bleibt seiner Linie treu.

Die vier Laufwerksschächte sind Hot-Swap-fähig: Laufwerke können im laufenden Betrieb getauscht werden. Die Hebelmechanismen sind werkzeuglos und fühlen sich solide an. Das ist ein echter, praxisrelevanter Unterschied zum DS224+.

Vorderseite: Status-LEDs, HDD-Aktivitäts-LEDs, ein USB 3.2-Port. Rückseite: zwei GbE-Ports, zwei weitere USB 3.2-Ports (Typ-A), ein eSATA-Port und der PCIe-Erweiterungsslot.

Kühlung: Gut, aber hörbar

Zwei 92-mm-Lüfter sorgen für Kühlung. Mit 26,4 dB(A) ist das DS923+ deutlich lauter als das DS224+. Im Homelab oder dedizierten Serverraum kein Problem. Im Wohnzimmer oder Schlafzimmer könnte es manchen Nutzern zu präsent sein. Synologys Lüftersteuerung ist gut — unnötig lautes Hochdrehen passiert selten — aber die Basis-Lautstärke ist höher.

Laufwerkstemperaturen im Normalbetrieb: 35–40°C — vollkommen unkritisch.


Hardware im Detail: Was das DS923+ so besonders macht

CPU: AMD Ryzen R1600 — Stark, aber ohne iGPU

Der Ryzen R1600 ist ein echter x86-64-Prozessor mit zwei Kernen und vier Threads (SMT), 2,6–3,1 GHz. Er ist deutlich leistungsstärker als der Celeron J4125 im DS224+ bei CPU-intensiven Aufgaben: Verschlüsselung, Komprimierung, VM-Betrieb, parallele Docker-Container.

Der kritische Punkt: Der R1600 hat keine integrierte Grafik (iGPU). Kein Hardware Transcoding. Kein 4K Plex. Das ist kein Versehen, sondern ein bewusstes Design: Die AMD Embedded-Plattform war für Server-Workloads optimiert, nicht für Multimedia. Wer das weiß und akzeptiert, hat ein ausgezeichnetes NAS. Wer es nicht weiß und es erwartet, ist enttäuscht.

ECC-RAM: Der wichtigste Unterschied

ECC (Error-Correcting Code) RAM ist einer der überzeugendsten Gründe für das DS923+ — und der Grund, warum Unternehmen bereit sind, 580 Euro für ein NAS auszugeben. ECC-RAM erkennt und korrigiert einzelne Bitfehler automatisch. Das schützt vor stiller Datenkorrumption, die bei normalen DIMMs unentdeckt bleiben kann.

4 GB ECC-DDR4 ab Werk, aufrüstbar auf bis zu 32 GB. Für Docker-Setups mit vielen Containern, VM-Betrieb und Datenbankserver ist das ausreichend. Für ein 2-Bay-Heimnetz-NAS wäre es überdimensioniert.

PCIe-Erweiterung: Zukunftssicherheit

Der PCIe-Slot ist ein entscheidender Langzeit-Vorteil:

  • Synology E10G22-T1-Mini: 10GbE-Netzwerkkarte (~200 €)
  • Synology E10G21-F2: Dual SFP+ 10GbE
  • M.2-Adapterkarte: Zwei zusätzliche NVMe-SSDs

Das DS923+ ist heute mit 1GbE ausreichend — und kann morgen auf 10GbE aufgerüstet werden, wenn das Netzwerk mitzieht. Das ist echte Zukunftssicherheit, die kein anderes NAS in dieser Preisklasse so konsequent bietet.

Hot-Swap: Relevant für jeden, der auf Uptime angewiesen ist

Im Heimlabor nett, im Unternehmen essentiell. Ein defektes Laufwerk wird herausgezogen, ein neues hineingeschoben — RAID-Rebuild läuft im Hintergrund. Der Betrieb geht weiter. Downtime: null.


Software: DSM auf dem DS923+ — Voller Funktionsumfang

DSM 7.x läuft auf dem DS923+ mit allen Features, die auf dem DS224+ gesperrt sind.

Virtual Machine Manager

Mit ausreichend RAM (mindestens 8 GB empfohlen) lassen sich VMs unter DSM betreiben. Kein Enterprise-Hypervisor, aber für Testzwecke, Windows-VMs oder Linux-Server im Homelab vollkommen ausreichend. Unterstützte Gastsysteme: Windows 10/11, Windows Server, diverse Linux-Distributionen, sogar DSM selbst als VM.

Docker: Das Rückgrat des Homelabs

Container Manager auf dem DS923+ mit großzügigem RAM-Budget ermöglicht ernsthafte Homelab-Setups. Ein Beispiel-Stack, der mit 16 GB problemlos läuft:

Container RAM-Bedarf
Home Assistant ~512 MB
Nextcloud ~1 GB
Plex Media Server ~2 GB
Vaultwarden ~128 MB
Gitea ~256 MB
Pi-hole ~256 MB
Portainer ~256 MB

Mit 32 GB RAM lässt sich das ohne Einschränkungen skalieren.

Active Backup: Kostenloses Unternehmens-Backup

Active Backup for Business sichert Windows-PCs, Macs, VMware- und Hyper-V-VMs sowie Microsoft 365 und Google Workspace — alles ohne zusätzliche Lizenzkosten. Das ist ein echtes Alleinstellungsmerkmal. QNAP und TerraMaster verlangen für vergleichbare Funktionen oft kostenpflichtige Add-ons.


Performance: Stark wo es zählt

Test Ergebnis
Sequenzielles Lesen (SMB, 2× GbE gebündelt) ~225 MB/s
Sequenzielles Schreiben (SMB) ~210 MB/s
4K Random Lesen ~68 MB/s
4K Random Schreiben ~55 MB/s
AES-256 Verschlüsselung ~850 MB/s
Mit 10GbE-Karte (PCIe) >900 MB/s sequenziell

Der Ryzen R1600 glänzt besonders bei CPU-intensiven Aufgaben: Verschlüsselung, Komprimierung, parallele Zugriffe. Für Multi-User-Szenarien im KMU-Umfeld ist das ein echter Vorteil.

Der Elefant im Raum: Kein 4K Transcoding

Es muss klar gesagt werden: AMD Ryzen R1600 ohne iGPU bedeutet kein Hardware Transcoding. Software-Transcoding von 4K-HEVC überfordert die zwei Kerne vollständig. Wenn Plex 4K Transcoding für dich entscheidend ist — kaufe dieses NAS nicht. Schau dir den QNAP TS-464 Test an.

Wer Plex mit Direct Play (der Client transcodiert selbst) nutzt oder einen anderen Medienserver wie Jellyfin einsetzt, hat damit kein Problem.


Fazit: Testsieger 2026 — mit einem klaren Vorbehalt

Das Synology DS923+ ist der beste 4-Bay-Allrounder 2026 — für alle, die kein 4K Plex Transcoding brauchen. ECC-RAM, Hot-Swap, PCIe-Erweiterung, Docker, VM, 10GbE-Option und das beste NAS-Betriebssystem der Welt: Dieses Paket bietet in dieser Preisklasse kein Konkurrent so vollständig.

579 Euro sind viel. Aber sie sind gerechtfertigt — wenn du die Features brauchst. Wer nur zwei Bays und einfache Bedienung sucht, kauft den DS224+ und spart 280 Euro.

Unser Testsieger 2026 in der 4-Bay-Mittelklasse.


Alternativen

Synology DS224+ (~299 €)

Deutlich günstiger, nur 2 Bays, kein Hot-Swap, kein PCIe, kein VM. Gleiche DSM-Software. Für reine Heimanwender ausreichend.

QNAP TS-464 (~499 €)

Günstiger als das DS923+, mit 4K Hardware Transcoding und 2,5GbE. QTS weniger ausgereift als DSM. Gute Wahl für Plex-fokussierte Nutzer.

Synology DS1522+ (~799 €)

Fünf Bays, gleiche CPU-Plattform, mehr Skalierbarkeit. Für wachsende Speicheranforderungen.

ca. 579.0 €

Preis regelmäßig prüfen — Amazon-Preise können sich täglich ändern *

🛒 Jetzt auf Amazon kaufen

Alternativen im Vergleich

QNAP TS-464 im Test (2026) — Der beste Plex-NAS?
ca. 499.0 €
Zum Test →
TerraMaster F4-424 Pro im Test (2026) — Budget-Champion mit Premium-CPU
ca. 389.0 €
Zum Test →
Synology DS224+ im Test (2026) — Das beste Einsteiger-NAS?
ca. 299.0 €
Zum Test →